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Sekten in Deutschland

Juli 2 2013

Sekten in Deutschland

Eine „Sekte“, das ist im eigentlichen Wortsinn nichts anderes als eine Glaubensgemeinschaft, die sich vom vorherrschenden Glauben unterscheidet. Vor allem von der Kirche abgespaltene Glaubensgemeinschaften wurden als Sekten bezeichnet. Heute ist man etwas differenzierter und spricht von „neuen religiösen Bewegungen“ oder „religiösen Sondergemeinschaften“, wenn ein neutraler Begriff verwendet werden soll. Der Begriff „Sekte“ bezeichnet jetzt eher abwertend eine religiöse Gruppe, die manipulativ und missionarisch vorgeht und für ihre Mitglieder und mögliche Aussteiger durchaus gefährlich werden kann.

Aussteiger aus unterschiedlichen Sekten berichten immer wieder von ähnlichem Vorgehen: Zu Beginn werden die neuen Mitglieder umsorgt, mit Aufmerksamkeit und Liebe überschüttet. Die Zusammenkünfte der Gemeinde sind oft – zumindest nach außen hin – harmonisch und anziehend. Doch schon nach kurzer Zeit beginnen die Sekten, die neuen Mitglieder von ihren Freunden und Familien zu isolieren. Das geschieht zum Beispiel, indem sie diese als Sünder oder vom Teufel besessen darstellen. Nur wer der richtigen Glaubensgemeinschaft angehört, wird gerettet werden, darin sind sich die meisten Sekten einig. Und die richtige Glaubensgemeinschaft ist natürlich die eigene Sekte. Am Anfang stehen viele Versprechen. Die Gruppe verspricht Geld- oder Machtgewinn, die Antwort auf alle elementaren Fragen des Lebens oder das Potenzial zu großer persönlicher Weiterentwicklung. Die Realität sieht anders aus. Mehr und mehr wird psychischer, teils auch materieller Druck aufgebaut. Die Mitglieder werden eingeschüchtert und so manipuliert, dass sie ihre eigene Rettung nur noch in der Gruppe sehen. Drohungen an potenzielle Aussteiger sind an der Tagesordnung.

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Sekten. Das sind die bekanntesten:

Die Internationalen Gemeinden Christi (IGC)
Die englische Bezeichnung der IGC ist International Churches of Christ. Deshalb wird häufig die Abkürzung ICOC statt IGC verwendet. Jesus Christus ist das uneingeschränkte Vorbild, die Bibel wird wörtlich ausgelegt. Die IGC sieht sich als einzige christliche Gemeinschaft und erkennt Taufen von anderen Kirchen nicht an.

Scientology
Scientology ist vor allem wegen seiner Methoden sehr umstritten. Die Praktiken, die dem unsterblichen Teil des Menschen zu seinen ursprünglichen Fähigkeiten verhelfen sollen, gelten vielfach als Manipulations- und Hirnwäsche-Techniken. Zusätzlich werden Scientology antidemokratische Bestrebungen vorgeworfen. Scientology soll außerdem versuchen, über verschiedene Wege Macht und Einfluss zu bekommen, teils zunächst unerkannt.

Zeugen Jehovas
Die Zeugen Jehovas sind vor allem wegen ihres großen Missionseifers und ihrer Ablehnung von Bluttransfusionen bekannt. Sie beten einen allmächtigen Gott an und hoffen auf Errettung durch ihn. Nach dem Glauben der Zeugen Jehovas haben Menschen keine unsterbliche Seele. Nur wer zu ihnen gehört, wird von Gott erlöst werden und ein ewiges Leben erhalten. In der Kritik stehen Jehovas Zeugen vor allem durch die massive Einschränkung der Rede- und Meinungsfreiheit ihrer Mitglieder, durch ihre strikte Ablehnung anderer Glaubensrichtungen und den verschleiernden Umgang mit Sexualdelikten innerhalb der Glaubensgemeinschaft.

Holic-Gruppe
Die Holic-Gruppe sieht sich in der Nachfolge der ersten Christen und richtet ihr Leben an diesen aus. Die Mitglieder bilden sehr enge Wohngemeinschaften und lehnen ein privates Leben außerhalb der Gemeinschaft ab. Selbst private Gedanken sind nicht erwünscht. Kontakte zur Außenwelt beschränken sich deshalb auf absolut notwendige Bereiche. Eine Ausnahme ist die Missionierungsarbeit, bei denen die Mitglieder der Holic-Gruppe meist nicht ihre wahre Identität preisgeben, sondern sich als engagierte Einzelpersonen darstellen.

Mormonen
Zu den Mormonen gehören alle Glaubensgemeinschaften, die sich zusätzlich zur Kirche auf das Buch Mormon beziehen. In Deutschland gibt es verschiedene Splittergruppen, die häufig in Fußgängerzonen missionieren. Den Priestern der Mormonen wird sehr viel Macht auch über private Angelegenheiten eingeräumt. Viele Mormonen leben polygam.

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Der Spuk von Rosenheim

Juli 2 2013

Der Spuk von Rosenheim

Unerklärliche Phänomene wie sich bewegende Gegenstände (Telekinese) oder Spukerscheinungen sind keineswegs auf bestimmte Länder oder Regionen begrenzt. Zu den bekanntesten Ereignissen dieser Art in Deutschland gehören die Geschehnisse, die als „Spuk von Rosenheim“ in die Analen der Parapsychologie eingegangen sind.

Schauplatz der seltsamen Vorkommnisse war die Anwaltskanzlei des Rechtsanwalts Sigmund Adam in der Königsstraße 13 im oberbayrischen Rosenheim. Zunächst wirkten die seltsamen Erscheinungen im Jahr 1967 wie zufällig und waren auf das Stromnetz der Kanzlei beschränkt. Plötzlich, ohne jeden Grund und scheinbar wie von selbst begannen Lampen zu flackern oder Glühbirnen drehten sich von selbst aus den Fassungen. Der Verdacht fiel zunächst auf einen Witzbold. Als die Phänomene aber anhielten, zog der Anwalt Experten seines Energieversorgers zurate. Prüf- und Messinstrumente wurden installiert und verzeichneten tatsächlich erhöhte und ungewöhnliche Energiewerte, aber leider keine Ursache. Wenig später weiteten sich die Vorfälle auch auf das Telefonnetz aus. Laufende Gespräche brachen plötzlich ab, alle Kanzleitelefone klingelten gleichzeitig und die monatlichen Telefonkosten vervielfachten sich durch unzählige Spuk-Anrufe bei der Zeitansage. Die herbeigerufenen Strom- und Fernmeldeexperten sowie auch die Polizei waren am Ende ihrer Weisheit, wollten den Phänomenen aber nach wie vor zu Leibe rücken. Das war auch dringend nötig, weil die vermeintlichen „Witzbolde“ noch lange nicht am Ende ihrer „Späße“ waren. Als sich dann Deckenlampen wie von selbst in starke Schwingungen versetzten und ein Kanzleikopierer ohne Grund und Ursache Flüssigkeit im Büro verteilte, war der Zeitpunkt für wissenschaftlich fundierte Nachforschungen gekommen. Von der Technischen Hochschule München über den Leiter des Instituts für Grenzgebiete der Wissenschaft bis zum Max-Planck-Institut quartieren sich Physiker, Wissenschaftler und Parapsychologen bei Anwalt Adam und seiner Sekretärin Annemarie Schaberl ein. Neben dem Ergründen der Ursache für den Spuk waren die Ermittler nun auch an handfesten Beweisen für die unerklärlichen Phänomene interessiert. Röntgengeräte, Kameras, Temperatursensoren und Ultraschall sollten helfen, die Geschehnisse wissenschaftlich nachzuweisen. Wie die Experten schnell feststellten, war der Zeitpunkt für ihren Einsatz gut gewählt, denn die Poltergeister hatten noch mehr seltsame Dinge in petto.

Nach etwa zwei Monaten haben die „Ghostbusters“ einige spektakuläre Phänomene dokumentiert oder zumindest unter glaubhaften Zeugen beobachtet. Dazu gehören beispielsweise ein im Zimmer „wandernder“ Büroschrank, sich bewegende Schubkästen und ein sich an der Wand drehendes Gemälde. Noch immer war keine Erklärung für die Erscheinungen in Sicht und die Ratlosigkeit der Forscher wechselte sich mit ungläubigem Staunen ab. Dann bemerkte einer der Experten eher zufällig, dass sich die unerklärlichen Phänomene fast ausschließlich in der Nähe der Sekretärin Annemarie Schaberl ereigneten. Daraufhin wurde die Kanzleimitarbeiterin vorübergehend beurlaubt, worauf die seltsamen Ereignisse augenblicklich ausblieben.

Dieser Zusammenhang war für einige der Experten und auch für die inzwischen auf den Plan gerufene Presse zwar keine Erklärung, zumindest aber ein wichtiger Anhaltspunkt für den Spuk von Rosenheim. Mangels weiterer fundierter Erklärungen ranken sich um die Anwaltssekretärin Annemarie Schaberl die meisten Spuk-Spekulationen. Ein Grund für eine absichtliche Manipulation an Leitungen und Geräten soll die schlecht laufende Kanzlei gewesen sein. Eine andere – ebenfalls spekulative – Ursache könnte die heimliche Liebe der Sekretärin zu ihrem Arbeitgeber gewesen sein, die nicht erwidert wurde. Bis heute konnte der „Spuk von Rosenheim“ nicht abschließend aufgeklärt werden. Durch die vielen Wissenschaftler, Ermittler und Forscher und deren Equipment zählen die Phänomene aus Oberbayern aber zumindest zu den am besten untersuchten und dokumentierten Erscheinungen der neueren Zeit, was auch folgendes Video zeigt:

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Die Gothic Szene – Das dunkle Leben

Juli 2 2013

Die Gothic Szene – Das dunkle Leben

Die Gothic Szene ist eine seit den frühen achtziger Jahren existierende Subkultur, die sich in Musik, Kleidungsgeschmack und Lebensphilosophie von den meisten anderen Jugendkulturen stark abhebt. Aufgrund der vorherrschenden Farbe ist die Kultur auch als schwarze Szene bekannt. Die Anhänger werden in Deutschland nicht selten als Grufties bezeichnet. Augenscheinlich beschäftigen Goths sich überwiegend mit schaurigen Themen wie Vergänglichkeit und Tod. Doch hinter diesen Gedanken stecken meist tiefer gehende Gedanken.

Auch wenn der Name Gothic sich an die mittelalterliche Gotik anzulehnen scheint, sind die Goths in ihrer Retrospektive eher der Romantik oder dem viktorianischen Zeitalter zugetan. Das Interesse am Mittelalter, das in einigen Nebenszenen hochgehalten wird, ist durch den romantischen Blick sehr verklärt und blendet die negativen Aspekte dieser Epoche gerne aus. Es ist ein Mittelalter, das aus Ritterromanen und ähnlichen Heldengeschichten überliefert wurde, welches zum Idealbild einer besseren Welt erkoren wurde. Mit diesen Romanen wurde auch das Interesse an fantastischen Figuren und Mythengestalten wie Kobolden, Drachen und Vampiren zu einem Teil der Szene. Der romantische Wahlspruch „carpe diem“ lässt die Goths der heutigen Zeit häufig über die Vergänglichkeit des Lebens nachdenken. Die regelmäßige Erinnerung an den Tod, die in Mode und Musikgeschmack allgegenwärtig ist, soll dabei helfen, den Wert des Lebens zu erkennen. Durch diese Beschäftigung mit dem Tod und den Mythen des Mittelalters verehren viele Anhänger der Gothic Szene auch alle übernatürlichen Kräfte und interessieren sich in unterschiedlicher Intensität für magische Rituale oder unbekannte Religionen.

Eines der wichtigsten Merkmale für jeden Anhänger der schwarzen Szene bleibt aber die Individualität. Im Gegensatz zu vielen anderen Subkulturen ist es bei Goths nicht üblich, einem Modetrend zu folgen oder die Inspiration für die eigene Kleidung ohne weitere Überlegungen von anderen Personen abzuschauen. Viele gelangen in die Szene, weil sie mit der Mainstream-Kultur nicht mehr zurechtkommen und sich über die Sinnlosigkeit des Daseins beklagen. Viele Goths sind sehr introvertiert und kümmern sich nur wenig darum, wie gut oder schlecht andere in der Szene sich an die Subkultur angepasst haben. Die Verbindungen, die die Anhänger der Szene zueinander haben, können sehr vielfältig sein. Einige erfreuen sich an der gleichen Art von Musik, andere fühlen sich einander zugehörig, weil sie einen ähnlichen Kleidungsstil pflegen, wiederum andere können nur wenig mit den äußeren Merkmalen der Szene anfangen, pflegen aber ähnliche Lebensphilosophien.

Da die Gothic Szene nicht von Moden geprägt ist, bleiben viele ihr bis ins hohe Alter anhängig. Noch immer sind einige der frühesten Szenemitglieder regelmäßig bei entsprechenden Treffen zu finden. Gleichzeitig interessieren sich immer wieder junge Menschen neu für die Szene. Viele von den Jugendlichen bleiben nur kurz dabei. Sie befinden sich in einer Phase der Selbstfindung. Die Gothic Szene liefert hier eine willkommene Möglichkeit, sich frei und individuell zu entwickeln, ohne von Moden oder gesellschaftlichen Vorschriften eingeengt zu werden. Nicht wenige finden über diese etwas ins Depressive reichende Subkultur einen Weg für sich, der zwar nicht in der schwarzen Szene ihr Ziel findet, doch von der von den Grufties geprägten Individualität deutlich geprägt wird. Andere können sich für die Kultur, welche den Tod gerne in den Mittelpunkt stellt, so begeistern, dass sie ihr gesamtes ästhetisches Verständnis daran ausrichten. Friedhöfe und religiöse Symbole, welche sich mit der Vergänglichkeit beschäftigen, werden gerne als Stilmittel sowohl bei der Kleidung als auch bei der Einrichtung der Wohnung als Vorbild genommen. Dabei muss das Leben eines solchen Grufties bei Weitem nicht düster sein. Die ständige Erinnerung an den Tod führt zu einem besonderen Humor, der den Wert des Lebens oft besser zu schätzen weiß, als manche andere Kultur.

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„Ich hab´s geahnt…“ Unser 7. Sinn

Juli 1 2013

„Ich hab´s geahnt…“ Unser 7. Sinn

Die vermutlich spannendste und zugleich faszinierendste Sparte der Parapsychologie stellt die Präkognition dar – unser 7. Sinn. Das Talent oder besser gesagt, die Gabe, etwas vorauszuahnen und zu erspüren, dass etwas auf uns zusteuert. Die Präkognition ist auch deswegen so populär, da sich fast jeder mit ihr identifizieren kann. Mit Ausnahme des Säuglings gibt es wohl kaum einen Menschen auf Mutter Erde, der nicht schon einmal eine besondere „Ahnung“ hatte. Doch woher stammt diese Fähigkeit und wie lässt sie sich erklären? Vielleicht ist die Lösung ja ganz einfach, nur für uns Menschen schwer vorstellbar.

Der 7. Sinn – Möglichkeiten der Wahrnehmung

Das Unglück und die Katastrophe üben schon seit jeher eine morbide Faszination auf den Menschen aus. Der Untergang der Titanic gehört sicher in die Top 10 der Unglücksfälle. Ein Musiker, der für die Jungfernfahrt des Schicksalsschiffes gebucht war, wurde von seiner Frau so lange bedrängt, bis er die Reise stornierte. Sie hatte in Nächten zuvor immer wieder von einem bevorstehenden Schiffsuntergang gehört. Nur ein Zufall? Es gibt eine ganze Reihe verbriefter Erlebnisse, die von Traumerfahrungen erzählen, die kurz danach real eintrafen. Hängt es vielleicht damit zusammen, dass wir im Schlaf und in der Traumphase völlig entspannt sind und keine Umwelteinflüsse wie Lärm oder Stress auf uns einwirken? Erhält so das Unterbewusstsein die seltene Gelegenheit uns „bewusst“ zu machen, dass eine präkognitive Welt darauf wartet, von uns entdeckt zu werden? Aber das Ganze verhält sich weitaus spannender, denn auch tags begegnen wir unseren Vorahnungen. Da klingelt das Telefon und man weiß sofort, wer am anderen Ende der Leitung ist. Ein anderer denkt an eine Person, die er schon lange nicht mehr gesehen hat, schon biegt diese um die nächste Straßenecke. Richtig faszinierend wird das Thema im Hinblick auf die Tatsache, dass nicht nur wir Menschen über präkognitive Fähigkeiten verfügen. In China beobachten und studieren die Menschen schon seit Langem das Verhalten in der Tierwelt. In einem Städtchen im Nordosten der Volksrepublik konnten die Menschen beobachten, wie Schlangen aus dem Winterschlaf erwachten, ans Tageslicht krochen und dort erfroren. Darauf hin, wurde die Stadt evakuiert. Nur wenige Tage später wurde die Stadt von einem Erbeben zerstört. Hängt das nur mit den wissenschaftlich erklärbaren Sinnen der Tiere zusammen, oder ist da womöglich ein 7. Sinn im Spiel?

Der 7. Sinn – ein Erklärungsversuch

Ein Beobachter, der sich mit dem präkognitiven Verhalten des Menschen befasst, stellt fest, dass gerade in sehr einsamen Gebieten vermehrt hellseherische Fähigkeiten anzutreffen sind. So wird von Buschmännern der Kalahari berichtet, die über weite Distanzen miteinander „kommunizieren“. Die südafrikanischen Jäger schildern den Zurückgebliebenen schon während der Jagd, wie diese verläuft und wann sie ins Dorf zurückkehren. Doch auch in Europa, in Island, ist das „zweite Gesicht“ vielfach anzutreffen. „Es ist die Einsamkeit, die uns dazu befähigt“, schrieb schon der Gelehrte Olafson im Jahr 1772 auf. Vielleicht ist die Erklärung der Präkognition so einfach wie fantastisch? Heutzutage sind sich die Wissenschaftler weitestgehend darüber einig, dass das Universum durch den Urknall entstand. Die Frage nach dem „was war davor?“ erübrigt sich, weil auch die Zeit (und wie wir sie empfinden) mit dem Urknall entstand. Seit diesem „Big Bang“ dehnt sich das Universum aus, und nicht wenige sagen, dass es eines fernen Tages wieder die andere Richtung einschlägt. Was würde das bedeuten? Wenn der „Zeitpfeil“ plötzlich in die andere Richtung weist, wäre es für uns Menschen völlig normal auch in dieser Richtung zu „erleben“. Aus heutiger Sicht würde demnach alles rückwärts verlaufen. Milliarden von Jahren später käme es wieder zu einem unendlich verdichteten Punkt, aus dem sich wieder ein Urknall entwickeln könnte. Demnach wäre das Universum wie ein gigantischer Herzschlag, jedoch mit verdammt langen Intervallen. Es würde jedoch die präkognitiven Eigenschaften plausibel erklären. Wir haben unser Leben einfach schon x-mal erlebt. Sowohl in die eine wie auch die andere Richtung. Wenn wir demnach aus unserer aktuellen Welt in einem stillen oder meditativen Moment präkognitiv in die Zukunft blicken, sehen wir lediglich unsere Vergangenheit. Das mag im ersten Moment ziemlich paradox klingen. Aber schließlich ist das Heute, von morgen aus gesehen, auch schon wieder gestern.

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Der Mühlhiasl hat’s g’sagt

Juli 1 2013

Der Mühlhiasl hat’s g’sagt

Geheimnisvolle Geschichten, spannend wie „Tausendundeine Nacht“, ranken sich um die mystische Gestalt vom Mühlhiasl im bayrischen Wald. Als Seher oder Prophet ging er in die Geschichte ein – zumindest in die der Märchen und Sagen in Bayern. Bis heute scheint er unsterblich als dunkles Phänomen durch den bayrischen Wald zu schleichen, wo er sich mit seinen bedrohlichen Voraussagen als „bayrischer Nostradamus“ oder „Waldprophet“ einen Namen machte. Bis heute erhitzen sich allerdings auch die Gemüter um den Wahrheitsgehalt der angeblich von ihm ausgestoßenen Prophezeiungen sowie seiner historischen Existenz schlechthin.

Was zu beweisen wäre …

So denken Mathematikwissenschaftler, aber auch Historiker und manche Heimatforscher. Und nicht ein Wort von dem, was der Mühlhiasl prophezeit haben soll, kann bewiesen werden, denn urkundliche Aufzeichnungen gibt es nicht. Die Offenbarungen des Waldpropheten wurden von Mund zu Mund überliefert, was allerdings generationenübergreifend geschah. Auch in Erzählungen und sogar Romanen lebt die Legende um den Mühlhiasl immer wieder auf, genauso wie im Werk des Glaskünstlers Rudolf Schmid. In seiner „Glasscheune“ bei Viechtach erzählt er in bunten Glasfenstern das Leben und prophetische Wirken des Wahrsagers nach. Dort ist der Müllersohn Matthäus oder Matthias Lang, der um 1800 in Apoig bei Straubing gelebt haben soll, als Hirtenbub des nahegelegenen Klosters „Windberg“ zu sehen. Auch sein Zerwürfnis mit den Kirchenobersten ist dokumentiert, und wie er danach im Gebiet von Zwiesel in den Wäldern und Bergen umher stieg und seine Zuhörer mit finsteren Voraussagen ängstigte. Dass der Künstler selbst nicht an die Erscheinungen des Hellsehers glaubt, hält interessierte Touristen keinesfalls von dem gläsernen Kunstwerk fern. Haben doch die Visionen des einstigen Waldpropheten mehr zu bieten als belanglose, irreale Fantastereien.

Die apokalyptischen Botschaften

So verblüffend nah an der historischen Entwicklung finden sich einige der Vorhersagen wieder, dass sie nicht nur Anhängern des Waldpropheten Schauer über den Rücken jagen. „Der Mühlhiasl hat’s scho g’sagt!,“ heißt es beispielsweise beim Thema Klimawandel im Hinblick auf seine Prognose: „Wenn man den Sommer vom Winter nicht mehr unterscheiden kann!“ Genauso bringen die Mühlhiasl-Gläubigen das Waldsterben in Bayern in Zusammenhang mit der bildhaften Prophezeiung: „Der Wald wird so licht werden, wie des Bettelmanns Rock“. Könnte doch, von oben betrachtet, das Areal des bayrischen Waldes mit den durch abgestorbene Bäume entstandenen Löchern wie der zerlumpte Mantel eines obdachlosen Wanderers wirken. In seine erschreckenden Voraussagen fiel auch der Beginn des Ersten Weltkrieges: „Wenn der eiserne Hund durch den Vorderwald bellt, fängt der große Krieg an.“ Mit dem „eisernen Hund“ war die Vorwaldbahn zwischen Deggendorf und Kalteneck gemeint, deren letzter Streckenabschnitt tatsächlich am 1. August 1914, einen Tag vorm Ausbruch des Krieges, fertiggestellt wurde. Auch die Inflation vorm Zweiten Weltkrieg sagte er mit den Worten vorher: „Das wird aber auch eine Zeit sein, da man um 200 Gulden keinen Laib Brot bekommt!“ Ebenso prophezeite er die nationalsozialistische Herrschaft: „Da (wird) aber ein strenger Herr kommen und ihnen die Haut abziehen und ein strenges Regiment führen!“ Insgesamt drei große Kriege sah der Mühlhiasl voraus, wonach der Dritte noch bevorstehen würde. Tröstlich in diesem Fall, dass kritische Stimmen dem guten Mühlhiasl seine spektakulären Prophezeiungen vom Mund wischen und ihre Entstehung in die Zeit nach deren Eintritt verlegen.

Zum letzten Gruseln:

Noch eine andere überlieferte Prophezeiung soll sich, und zwar auf äußerst makabre Weise, bewahrheitet haben. Diese bezog sich auf ein Ereignis nach dem Tod des Weissagers: „Ich komm euch als Toter noch aus!“ Und so erzählen es sich die bayrischen Waldbewohner: Als der Leichenwagen mit dem Mühlhiasl darauf über die „Regenbrücke“ in Zwiesel rollte, brach die Wagendeichsel entzwei und der Sarg polterte hinunter. Dabei löste sich der Sargdeckel und gab einen Arm des Mühlhiasls Leichnam frei, der ausgestreckt nach oben zum Himmel wies.

 

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Gespenster, Spuk, und Poltergeister

Juli 1 2013

Gespenster, Spuk, und Poltergeister

Seit jeher faszinieren paranormale Erscheinungen die Menschen. Wenn die Lebenden den Toten begegnen, werden Grenzen überschritten, unheimliche Empfindungen ausgelöst und der Vorhang zur anderen Welt hebt sich für einen kurzen Moment.

Gespenstergeschichten wie beispielsweise „Das Gespenst von Canterville“ enthalten fast immer mehr als ein Körnchen Wahrheit. Denn Geister und Gespenster die für einen Moment vom Jenseits ins Diesseits hüpfen, hinterlassen starke Eindrücke bei denen, die sie sehen. Und häufig wird davon noch nach vielen Jahren berichtet. Das Gruseln, die Gänsehaut und das Erschrecken üben eine starke Faszination aus, die auch damit zu tun hat, dass das was der eine wahrnimmt noch lange nicht mit dem übereinstimmt, was der andere sieht. Gespenster sind also nicht nur besonders starke Individuen, deren Geist nach Jahrhunderten noch nachwirkt, sie sind auch in ihrer Wahrnehmung ganz besonders individuelle Wesen. Und immer öfter sind heutzutage sogenannte Geisterjäger den Gespenstern auf der Spur.

Doch nun mehr zu den Geistern und den Umständen, unter denen sie sich zeigen.

Großbritannien ist eine Insel, die geradezu legendär ist für die große Anzahl an den vielfältigsten Erscheinungen – das El Dorado der Geister sozusagen. Denn hier gibt es jede Menge alter Schlösser, Burgen und Herrenhäuser. Dazu die einsamen, nebelverhangenen Landschaften der Moore, Downs und Plains und die verwinkelten Gassen der mittelalterlichen Altstädte – fertig ist die ideale Kulisse für den Geisterauftritt.

Besonders viele davon gab es in den vergangenen Jahrhunderten in einem der bekanntesten Gebäude Englands, dem Tower of London. Um 1100 am Ufer der Themse erbaut von William dem Eroberer, diente das Gebäude mit den massiven Mauern als zeitweiliger Wohnsitz verschiedener Könige und auch immer als Festung. Für Gefangene, die hinter den dicken Mauern saßen, gab es kein Entrinnen. Viele von ihnen starben im Tower, darunter Könige, Königinnen und andere Adelige, deren Geister bis heute keine Ruhe gefunden haben. Zu den bekanntesten Gespenstern des Tower gehören Edward V. und seine Bruder, die einer Intrige zum Opfer fielen und hingerichtet wurden. Die Geister der beiden erst 13-jährigen Jungen werden manchmal noch des Nachts gesichtet, wie sie sich eng aneinander klammern. Auch Anne Boley, die ebenfalls ein tragisches Schicksal erlitten hatte und einem Verbrechen zum Opfer fiel, soll noch im Tower umhergehen. Wie Wächter berichtet haben, wandelt ihre erleuchtete Gestalt in manchen Nächten klagend durch die Gänge.

Die meisten Geister sind ortsabhängig. Sie sind an einen bestimmten Platz gebunden. Oft ist das der Ort, an dem sie zu Tode kamen – meist auf schaurig-tragische Weise. Und ebenso oft ging ihrem Tod Ungerechtigkeit und ein tragisches Schicksal voran. Die Seelen dieser Menschen haben keine Ruhe im Jenseits gefunden. Dadurch, dass sie am Ort des Unglücks verweilen und sich von Zeit zu Zeit den Lebenden zeigen, möchten sie an sich und ihr Schicksal erinnern. In der Hoffnung, dass ihnen irgendwann Gerechtigkeit und ewige Ruhe beschieden wird.

Da erklärt es sich von selbst, dass Orte, an denen immer wieder Geister und Gespenster auftauchen, häufig einen Bezug zu Schicksal, Verbrechen und Leid haben. Alte Gefängnisse, Festungen – wie der Tower of London – aber auch alte Hospitäler, Anstalten und Kinderheime beherbergen oftmals Geister. Vor allem wenn viele Menschen an einem Ort ihr Leben verloren haben, so an Schauplätzen von Schlachten und Kriegshandlungen, bleibt die Energie der Seelen erhalten. Noch heute empfinden dann Besucher ein Gefühl der Beklemmung oder kommen auf andere Art und Weise in Kontakt mit den Verstorbenen.

Zu solch einem gruseligen Ort zählt das Waverly Hills Sanatorium in Louisville, Kentucky. In dem im Jahre 1910 errichteten Gebäudekomplex wurden Tuberkulosepatienten behandelt. Die Schwindsucht, wie die Tuberkulose landläufig bezeichnet wurde, war von Beginn bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fast immer ein Todesurteil, und so sind in Waverly Hills schätzungsweise mehr als 60.000 Menschen gestorben. Das hat Spuren hinterlassen. Seit der Schließung gibt es hier Geistererscheinungen am laufenden Band. Wer das Sanatorium besucht, hat gute Chancen Zeuge einer übersinnlichen Wahrnehmung zu werden oder gar einen echten Geist zu sehen. Besucher berichten von Kinderstimmen, Schatten, Geräuschen und Lichterscheinungen. Auf Fotos sieht man schemenhafte, durchsichtige Gestalten in historischer Kleidung.

Geister – ob die von Waverly Hills oder anderen Spukorten – zeigen sich den Lebenden auf unterschiedliche Art und Weise.Im äußersten Fall sind sie als gut erkennbare Gestalten unterwegs und nehmen Körperkontakt auf. Wie im Fal Wie im Für solch eine Begegnung muss man schon gute Nerven haben. Viel häufiger sind aber all die anderen Spuk- und Geistererscheinungen, die die verschiedenen Sinnesbereiche betreffen. Dazu gehören das berüchtigte Gefühl der Beklemmung, begleitet von plötzlicher Kälte und Frösteln – eine leichte Berührung, ein unheimlicher Hauch oder auch einfach das Gefühl einer Präsenz. Dahinter kann sich an den richtigen Orten durchaus ein Gespenst verbergen. Besonders unheimlich sind die konkreteren Wahrnehmungen wie das Huschen eines Schattens, das Hören einer Stimme, ein Türenschlagens, wo eigentlich niemand ist. Und manche Geisterseelen machen sich tatsächlich auch über Gerüche und Gestank bemerkbar.

Seltener tauchen Geistererscheinungen auf, die an eine Person gebunden sind. In den 60er Jahren geisterte in Deutschland solch ein Fall durch die Presse und wurde als Poltergeist von Rosenheim bekannt. In einer Anwaltskanzlei in München geschahen seltsame Dinge. Telefone klingelten wahllos, elektrische Geräte spielten verrückt, Sicherungen sprangen immer wieder heraus und Glühbirnen explodierten. Eine Erklärung konnte erst gefunden werden, als man diese Vorfälle mit einer Angestellten des Büros in Verbindung bringen konnte. Letztlich war hier keine tote Seele am Werke, aber es wurde herausgefunden, dass es sich um einen echten Fall von Psychokinese handelte. Die Frau hatte mit ihre geisterhaften, mentalen Kräften die Zwischenfälle verursacht. Mit ihrem Verschwinden verschwand auch der Poltergeist.

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Wirksame Liebesrituale aus dem 18. Jahrhundert

Juni 26 2013

Wirksame Liebesrituale aus dem 18. Jahrhundert

Um die Liebe hat sich, so lange die Welt besteht, immer ein mystischer, magischer Glanz gewoben,  im grauen Altertum sowohl wie im Mittelalter, und dieses Magische ist erhalten geblieben bis in die heutige Zeit. Im graunen Altertum hat man dem Liebesgott grausame Opfer dargebracht, im Mittelalter hat man unschuldige Frauen auf den Scheiterhaufen als Liebeszauberinnen verbrannt, man hat ihnen ein Verhältnis mit dem Teufel vorgeworfen.

Nichts ist natürlicher, als dass sich im Volksglauben auch um die Liebe eine großer Sagenkreis gesponnen hat, und heute noch glaubt man daran, dass es, wenn alle anderen Mittel noch möglich ist, Liebe durch Zaubertränke einzuflößen.

Wir von STREGATO haben uns für alle Magie-, und Zauberkunst Interessierten auf den Weg in eine der deutschen Nationalbibliotheken gemacht, und aus uralten antiquarischen Büchern, meist vor 1900 und natürlich nicht mehr im Handel erhältlich, eine Anzahl spannender Liebesrituale und Liebestränke zusammengetragen, und geben sie hier, auszugsweise, und ohne jegliche Verantwortung für deren Wirksamkeit weiter.

Wir glauben zwar, dass viele Menschen unempfindlich gegen solche Zaubertränke sind, möchten aber trotzdem nicht unerwähnt lassen, dass wir auf unserer Suche nach antiquarischen Schätzen, Berichte von Personen vorgelegt bekamen, bei denen nachfolgende Rituale glänzend geholfen haben. Somit kann man kann nie genau wissen, ob man durch die Verarbreichung von magischen Gebräuen, oder durch die Anwendung sonstiger Zaubermittel, auch wenn sie noch so unsinnig klingen, Wirksamkeit erlangt.

Lesen Sie aber nun mehr, über diese alten Mittel, deren Erfolge natürlich ganz und gar von der Empfänglichkeit des Anwendenden sowohl, als auch desjenigen, um dessen Willen sie gebraucht werden abhängt – aber wie heisst es ja so schön…
„Im Krieg und in der Liebe ist jedes Mittel erlaubt.“ 😉

1.)

Dieses Ritual wird, wenn du es an drei Freitagen wiederholst hast, das Herz deines Liebhabers oder deiner Geliebten öffnen:

So du, Männlich oder Weiblein, zu einem Menschen, der deine Sinne bestrickt hat, in Liebe entbrannt bist und derselbige von deiner Liebe nichts wissen will, beschreibe in der ersten Stunde der Nacht vom Donnerstag zu Freitag vor deinem Bette mit einem Kochlöffel einen Kreis, stelle dich, so wie Gott dich erschaffen hat (also nackt), in diesen Kreis hinein, drehe dich dreimal nach rechts, dreimal nach links, verbeuge dich dreimal nach vorn, dreimal nach hinten, stelle dich dann wieder gerade und rufe dreimal:

„Sancta virgo, Sancta virgo, Sancta virgo“
(übersetzt: „Heilige Jungfrau, Heilige Jungrau, Heilige Jungfrau“)
…und nenne dann den Namen deines Geliebten oder deiner Angebeteten.

Den Kochlöffel, den du gebraucht hast, musst du am anderen Tage verbrennen.

2.)

Dieses Ritual wird dir untrüglich die unauslöschliche Liebe, nach der du dich gesehnt hast, bringen (nur für das weibliche Geschlecht gedacht):

Um Mitternacht, dem letzten Tage der monatlichen Reinigung gehe, vorausgesetzt, dass Vollmond ist, an den Bach, entblöße deine Füße und stelle dich unter einen Weidenbaum, rufe dann, indem du dich nach allen Richtungen drehst, viermal den Namen deines Geliebten. Darauf schneide eine Rute von dem Weidenbaum, beschreibe (ziehe) mit dieser Rute einen Kreis um dich und rufe wiederum dreimal den Namen deines Geliebten. Darauf lasse diese Rute sanft auf deinem Rücken spielen, indem du nochmals dreimal den Namen deines Geliebten laut vor dich hin sprichst. Gehe dann nach Hause und lege die Rute zu dir ins Bett. Innerhalb der nächsten drei Tage mußt du dann diese Rute deinem Geliebten in die Hände spielen.

3.)

Ein weiteres Liebesritual mit lateinischem Zauberspruch

Nimm ein Blatt Papier und zeichne zunächst drei Kreuze. Unter jedes Kreuz schreibe zuerst deinen Namen, dann den Namen deiner/deines Liebsten. Darauf schreibe folgendes:

„Nomen meum tibi in aeternum in praesentia sit. Cor mens tibi in aeternum carum sit. – Meum gens tibi in aeternum maximum voluptas sit.“

Schreibe dieses mit frischer Milch und lege den Zettel in die heiße Ofenröhre, aber so, daß er nicht verbrennt. Die Schrift wird nach einiger Zeit sichtbar werden. Diesen Zettel nähe in ein Taschentuch, das du dir von deiner/deinem Geliebten verschaffst, und trage das Ganze auf deinem Herzen.

4.)

Das Herz eines Geliebten/einer Geliebten gewinnen:

Schreibe nachfolgendes Gebet mit roter Tinte auf Pergametn und spreche es abends täglich vor dem Schlafengehen, so lange, bis das Herz deines Geliebten oder deiner Geliebten dir gehört:

„Domine Jesu Christe, qui dixisti ego sum via, veritas et vita, ecce enim veritatem delexisti, incerta et occulta sapientiae tuae manifestati mihi, ad hue quae reveles in Lac nocte sicut ita revelatum fuit parvulis solis, incognita et ventura unaquae aliame doceas, ut possim amnia cognoscere si et si sit; ita monstra mihi  montan ornatum omni nivo bino, pulchorum et gratum pomarium ut quandum rem gratam, sin autem ministra mihi ignem ordentem, vel aquarum currentum, vel alium auamcumque rem auae Domino placcat et vel Angeli Ariel, Rubiel, le Barachiel sitis mihi multum amatores et factores ad opus istud obtinendum auod cupio scire, videre, cognescere et praevidere per illum Deum qui ventures et judicare vivos et mortuoes, et saeculum per ignem. Amen“

5.)

Eine weitere Möglichkeit, die Liebe einer Person zu erringen:

Man verschaffe sich eine Haarlocke von der Person, deren Liebe man erringen will, lege diese Haarlocke unter das Kopfkissen seines Bettes und spreche dazu täglich, solange bis man den Erfolg verspürt, folgendes:

Mein Herz ist dir geweiht,
Meine Liebe hast du heut,
Meine Liebe hast du immer,
Meine Liebe endet nimmer.

Ich bin dir ergeben,
Nur dir gehört mein Leben,
Nur dir gehört mein Blut,
So sei auch du mir gut.

Die Liebe soll dich schrecken,
Bei Tage und bei Nacht,
Soll Liebesglut dich wecken,
Wie ich es mir gedacht.

Kann ohne dich nicht leben,
Drum werde du bald mein,
Will ganz mich dir ergeben,
Will ganz die Deine sein.

Herr Jesu, hilf mir erringen
Den Vielgeliebten mein,
Dein Diener mag ihn bringen,
Zu mir ins Kämmerlein.

6.)

Ein untrügliches Mittel, um die Liebe eines andren, die bereits im Keime vorhanden ist, lichterloh entbrennen zu lassen:

Man nehme ein weißes Taschentuch, ritze sich den rechten Zeigefinger mit einer Nadel und träufle auf die vier Enden des Taschentuches je einen Tropfen Blut. Dieses Taschentuch trage man stets bei sich, ohne es zu benutzen. Im gegebenen Augenblick muß man das Taschentuch seinem Geliebten oder seiner Geliebten in die Tasche zu praktizieren suchen.

7.)

Ein Liebesritual von untrüglicher Wirkung soll nachstehendes sein:

5 Unzen (12,5 Gramm) Muskatnuß werden fein in einem Mörser zerstoßen. Dazu nehme man zehn Körnchen Salz, gieße über das ganze, indem man die Worte spricht: „Mein sollst du sein auf ewig“, ein kleines Maß feurigen Ungarweins. Zuletzt schabe man eine Idee vom Nagel des rechten Goldfingers (Ringfingers) in die Flüssigkeit und dieses gebe man der Person, nach deren Liebe man trachtet, zu trinken.

8.)

In den Analen Caldae magni, des berühmten Alchimisten, ist das Rezept zu folgendem Liebestrank wiedergegeben:

Die Frucht eines Haselnußstrauches, den man mit seinem eigenen Wasser begossen hat, erreibe man fein in einem Mörser, gieße über dieses Pulver echten Korn und stelle das Ganze in einer Flasche an die Sonne. Man lasse diesen Schnaps drei Wochen gären, vermische ihn dann mit etwas Sirup und dem Wasser, das man durch Abkochen von drei Lot (47 Gramm) Weizenkleie erhalten hat. Dieses stze man seinem Geliebten/seiner Geliebten vor, und während er/sie es trinkt, muß man ihn/sie stets anblicken und leise vor sich sagen:

„Mit diesem Trank trinkst du mein Blut,
Für´s ganze Leben bist du mir gut,
Dein Herz ist mein Herz,
Dein Schmerz ist mein Schmerz,
Dein Gut ist mein Gut.
Deine Begierde werde zu Feuer,
Das brenne dich ungeheuer,
Und mache dich mir ergeben,
Für´s Leben.  Amen“

9.)

Die Seele des Geliebten gewinnen:

Ein Gläschen Lacrimae Christi (das ist Wein u.  z.B. bei gute-weine.de bestellbar), darin drei Tropfen unseres Blute, gibt dir die Seele des Geliebten, wenn er das genießt anheim. So du das Blut aus deinem Körper nimmst, spreche diese Worte:

„Durch mein Blut habe ich dich erlöst,
Durch mein Blut will ich dich binden,
Will ich dich binden auf ewig,
Auf daß du immer an mir hängest,
Mich nicht meidest,
In Liebe dich um mich verzehrst.
Amen“

10.)

Ein modernes Mittel, einen Mann zu erringen, ist das Abkochen folgender Kräuter:

Drei Lorbeerblätter, drei Feigenblätter, ein Stück Johannisbrot, ein Stück Zimmet (Zimt), drei Nelken und ein kleines Quantum Corianauthin-Wurzel. Man koche das Ganze sehr dick ein, so daß man es dann zu allen möglichen Getränken beimengen kann. Am besten läßt es sich natürlich zu Likör mengen, außerdem auch zu Wein, Tee, Kaffee, Kakao, usw. Der Saft wird aufregend und steigert die Reizbarkeit des Mannes.

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Liebesglück und Liebeszauber

Juni 20 2013

Liebesglück und Liebeszauber

Auf unsichtbare Weise Liebe einzuflößen ist seit Menschengedenken der Wunsch aller Verliebten – und es gibt sie wirklich – geheimnisvolle Wirkung ausübende Vorgänge, die bis heute noch nicht aufgeklärt sind. Liebestränke und Liebeszauber, das sind Dinge, auf die Tausende schwören. Ob es darum geht eine alte Liebe zu enflammen, einen neuen Liebespartner herbeizurufen, oder einem schüchternen Verehrer mehr Mut einzuhauchen, vieles ist möglich.

Wir von STREGATO haben alles, was darüber in antiquarischen Schriften zu finden war, zusammengetragen und haben es , mit allen nötigen Anleitungen und Erklärungen, veröffentlicht.

Lesen Sie jetzt mehr über die geheimen Liebesmächte und die praktische Anwendung von alt überlieferten wirksamen Liebeszaubern.

Viel Vergnügen!

Ihr STREGATO Team

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Ein Legesystem aus alter Zeit

Juni 20 2013

Ein Legesystem aus alter Zeit

Aus einem antiquarischen Lehrbuch über die Wahrsagerei (um 1900), von Max Fischer´s – Verlagsbuchhandlung Dresden, haben wir nachfolgendes Legesystem übernommen. Sehr interessant, und in der heutigen Zeit wohl kaum bekannt.

Die Art und Weise, wie man sich die Karten legt:

  1. Zunächst ist ein Mischen der Karte in jedem Falle umbedingt erforderlich.
  2. Dann hebt man – oder die Person, der geweissagt werden soll – die Karte ab, wobei es gleichgültig ist, ob eine oder mehrere Karten abgehoben werden.
  3. Hierauf legt man die übrigen nicht abgehobenen Karten auf die abgehobenen.
  4. Alsdann mischt man, ohne einen Blick auf die Karten zu werfen, nochmals.
  5. Die Karten werden nun aufgelegt, indem man zwei Häufchen bildet, und zwar geschieht dies folgendermaßen: Man lege abwechselnd eine Karte links, dann eine Karte rechts umgedreht – also nicht sichtbar – auf den Tisch und die folgenden in gleicher Weiße darüber, so daß man zwei Häufchen bekommt.
  6. Aus jedem der beiden je 16 Karten enthaltenden Häufchen zieht man selbst oder die befragende Person zuerst drei Karten aus dem linken Haufen, denan sieben Karten aus dem rechten Haufen.
  7. Alsdann erfoglt eine abermalige Mischung wie vorher.
  8. Nun werden sämtliche Karten darart aufgelegt, daß eine Reihe nach der andern – in vier Reihen zu je acht Blatt untereinander offen hingelegt werden.

Ist die ihr Schicksal befragende Person ein Herr, so bildet die Karte Herz König die Zählkarte (heute: Hauptpersonenkarte), d.h. die Karte, die den Ausgangspunkt der Wahrsagung darstellt.

Ist die befragende Person eine Dame, so bildet die Herz Dame die Zählkarte (Hauptpersonenkarte).

Diese Art der Kartenlegung nennt man das „Schrägzählungssytem“, weil man von der Zählkarte (Hauptpersonenkarte) aus schräg nach oben und unten weiterzählt, und alle Karten, die dabei nicht getroffen werde, keine Bedeutung haben.

 

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Das Sternbild des Steinbocks für die Frau

Juni 15 2013

Das Sternbild des Steinbocks für die Frau

Auf der Suche nach alten Buchschätzen über die Wahrsagerei, sind wir von STREGATO, auf ein überaus spannendes deutschsprachiges Werk über die Bedeutung der Sternenbilder des weiblichen und männlichen Geschlechts gestossen. Um den altertümlichen Charakter dieser Aufzeichnungen nicht zu verfälschen, haben wir es weitgehend bei der damaligen Ausdrucksweise belassen. Lesen Sie nachstehend mehr über das Sternbild der Steinbock Frau:

Ein Kind weiblichen Geschlechtes, welches in der letzten Hälfte des Dezember oder der ersten des Januar geboren ist, hat unter dem Regiment des Steinbocks und des Planeten Saturn das Licht der Welt erblickt.

Ein solches Kind ist mit langsam erregbaren Gefühlen begabt, die aber desto tiefer sind und länger währen. Es ist etwas zur Melancholie geneigt, daher ruhig und in sich gekehrt und ermangelt der stürmischen Leidenschaften.

Die Sorge um seine Zukunft veranlaßt das junge Mädchen zu großer Sparsamkeit, wenn nicht gar zum Geiz.

Treu und innig in der Liebe, läßt es sich doch insgeheim von der verzehrenden Flamme der Eifersucht quälen.

Das Mädchen möge die Einsamkeit meiden und sich nicht von den Menschen zurückziehen, weil es annimmt, sie seien alle böse – außer einem. Gewiß, nicht alle Menschen sind gut, aber auch in dem schlimmsten steckt ein Körnchen Gutes.

Sie wird Glück im 2., 4., 6., 9., und 11. Monat des Jahres haben und da wiederum am meisten an den Tagen, wo der Mond durch Löwe, Jungfrau und Widder geht.

In die Ehe wird sie erst spät treten, dann aber eine tätige, pünktliche Hausfrau sein, die ihre Kinder zur Rechtschaffenheit erzieht.

Ihr Lebensabend wird nicht ganz sorgenfrei sein, dennoch glücklicher, als der vieler andrer Menschen.

Quelle:
„Das Planetenbuch für das weibliche und männliche Geschlecht“
nach einem uralten chaldäischen Manuskript
Herausgegeben von der berühmten Wahrsagerin Mlle. Lenormand.
(Druck: Max Waager´s Verlagsbuchhandlung Dresden)

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