Juli 1 2013
„Ich hab´s geahnt…“ Unser 7. Sinn
Die vermutlich spannendste und zugleich faszinierendste Sparte der Parapsychologie stellt die Präkognition dar – unser 7. Sinn. Das Talent oder besser gesagt, die Gabe, etwas vorauszuahnen und zu erspüren, dass etwas auf uns zusteuert. Die Präkognition ist auch deswegen so populär, da sich fast jeder mit ihr identifizieren kann. Mit Ausnahme des Säuglings gibt es wohl kaum einen Menschen auf Mutter Erde, der nicht schon einmal eine besondere „Ahnung“ hatte. Doch woher stammt diese Fähigkeit und wie lässt sie sich erklären? Vielleicht ist die Lösung ja ganz einfach, nur für uns Menschen schwer vorstellbar.
Der 7. Sinn – Möglichkeiten der Wahrnehmung
Das Unglück und die Katastrophe üben schon seit jeher eine morbide Faszination auf den Menschen aus. Der Untergang der Titanic gehört sicher in die Top 10 der Unglücksfälle. Ein Musiker, der für die Jungfernfahrt des Schicksalsschiffes gebucht war, wurde von seiner Frau so lange bedrängt, bis er die Reise stornierte. Sie hatte in Nächten zuvor immer wieder von einem bevorstehenden Schiffsuntergang gehört. Nur ein Zufall? Es gibt eine ganze Reihe verbriefter Erlebnisse, die von Traumerfahrungen erzählen, die kurz danach real eintrafen. Hängt es vielleicht damit zusammen, dass wir im Schlaf und in der Traumphase völlig entspannt sind und keine Umwelteinflüsse wie Lärm oder Stress auf uns einwirken? Erhält so das Unterbewusstsein die seltene Gelegenheit uns „bewusst“ zu machen, dass eine präkognitive Welt darauf wartet, von uns entdeckt zu werden? Aber das Ganze verhält sich weitaus spannender, denn auch tags begegnen wir unseren Vorahnungen. Da klingelt das Telefon und man weiß sofort, wer am anderen Ende der Leitung ist. Ein anderer denkt an eine Person, die er schon lange nicht mehr gesehen hat, schon biegt diese um die nächste Straßenecke. Richtig faszinierend wird das Thema im Hinblick auf die Tatsache, dass nicht nur wir Menschen über präkognitive Fähigkeiten verfügen. In China beobachten und studieren die Menschen schon seit Langem das Verhalten in der Tierwelt. In einem Städtchen im Nordosten der Volksrepublik konnten die Menschen beobachten, wie Schlangen aus dem Winterschlaf erwachten, ans Tageslicht krochen und dort erfroren. Darauf hin, wurde die Stadt evakuiert. Nur wenige Tage später wurde die Stadt von einem Erbeben zerstört. Hängt das nur mit den wissenschaftlich erklärbaren Sinnen der Tiere zusammen, oder ist da womöglich ein 7. Sinn im Spiel?
Der 7. Sinn – ein Erklärungsversuch
Ein Beobachter, der sich mit dem präkognitiven Verhalten des Menschen befasst, stellt fest, dass gerade in sehr einsamen Gebieten vermehrt hellseherische Fähigkeiten anzutreffen sind. So wird von Buschmännern der Kalahari berichtet, die über weite Distanzen miteinander „kommunizieren“. Die südafrikanischen Jäger schildern den Zurückgebliebenen schon während der Jagd, wie diese verläuft und wann sie ins Dorf zurückkehren. Doch auch in Europa, in Island, ist das „zweite Gesicht“ vielfach anzutreffen. „Es ist die Einsamkeit, die uns dazu befähigt“, schrieb schon der Gelehrte Olafson im Jahr 1772 auf. Vielleicht ist die Erklärung der Präkognition so einfach wie fantastisch? Heutzutage sind sich die Wissenschaftler weitestgehend darüber einig, dass das Universum durch den Urknall entstand. Die Frage nach dem „was war davor?“ erübrigt sich, weil auch die Zeit (und wie wir sie empfinden) mit dem Urknall entstand. Seit diesem „Big Bang“ dehnt sich das Universum aus, und nicht wenige sagen, dass es eines fernen Tages wieder die andere Richtung einschlägt. Was würde das bedeuten? Wenn der „Zeitpfeil“ plötzlich in die andere Richtung weist, wäre es für uns Menschen völlig normal auch in dieser Richtung zu „erleben“. Aus heutiger Sicht würde demnach alles rückwärts verlaufen. Milliarden von Jahren später käme es wieder zu einem unendlich verdichteten Punkt, aus dem sich wieder ein Urknall entwickeln könnte. Demnach wäre das Universum wie ein gigantischer Herzschlag, jedoch mit verdammt langen Intervallen. Es würde jedoch die präkognitiven Eigenschaften plausibel erklären. Wir haben unser Leben einfach schon x-mal erlebt. Sowohl in die eine wie auch die andere Richtung. Wenn wir demnach aus unserer aktuellen Welt in einem stillen oder meditativen Moment präkognitiv in die Zukunft blicken, sehen wir lediglich unsere Vergangenheit. Das mag im ersten Moment ziemlich paradox klingen. Aber schließlich ist das Heute, von morgen aus gesehen, auch schon wieder gestern.
Juli 6 2013
666 – Die Zahl des Bösen
Johannes hat es in seinen Visionen bereits geahnt, dass es niemand so gut versteht, sich zu tarnen und zu täuschen, als der Antichrist. Denn es ist das Böse höchstselbst, das ihm sufflierend zur Seite steht. Doch selbst Johannes wäre überrascht, wie es der Meister der Dystopie bis heute versteht, die Menschen mit der Zahl des „Tiers“ zu verwirren. Denn auf der Nomenklatur des Schreckens ist nichts so umstritten wie die Zahl, die da lautet: 666.
Wie die Zahl des Antichristen in die Welt kam
Um die Entstehungsgeschichte der „tierischen Zahl“ zu verstehen, muss man sich in die Zeit der Christenverfolgung zurückversetzen. Kaiser Nero, der den Brand Roms mit ziemlicher Sicherheit selbst in Auftrag gegeben hatte, da er die Stadt neu aufbauen und sich selbst einen riesigen Palast, das Goldene Haus (Domus Aurea), schaffen wollte, benötigte einen Sündenbock. Er fand ihn in einer Sekte namens Chrestiani (eigentlich: Christen). Er ließ sie verhaften, foltern, kreuzigen oder in Felle gesteckt, zur Belustigung der Massen, den Tieren zum Fraß vorwerfen. Zu jener Zeit durchlebte Johannes, auf der Insel Patmos in Verbannung lebend, eine Reihe von Visionen. Mit der Niederschrift dieser Visionen wollte er seinen Getreuen ein Mahn- und Trostbuch schreiben. Wie bei Untergrundbewegungen üblich, musste alles im Geheimen und Verschlüsselten geschehen. So „erkannte“ Johannes in der Hure Babylon das dekadente Rom. „Denn der Reichtum und die Pracht der Hure Babylon sind vergänglich“, schrieb er seinen Getreuen, „von einem Tag auf den anderen, ja sogar in einer Stunde.“ Doch um das Böse zu entlarven, sandte er noch eine weitere, weitaus wichtigere Botschaft in die Welt hinaus: „… wer Verstand hat, der berechne die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechzig und sechs.“
Die Deutung der Zahl 666
Was wollte uns Johannes mit dieser verschlüsselten Botschaft mitteilen? Zunächst musste er nach einer Möglichkeit suchen, die römischen Staatsbeamten zu überlisten. Da die römischen Staatsdiener auf der Ägäisinsel Patmos wohl Griechisch, aber kein Hebräisch verstanden, verfasste er seine Schriften in dieser Sprache. Nun wurden zu jener Zeit Zahlen mit denselben Zeichen wie Buchstaben geschrieben. Es lassen sich die Zahlenwerte der Buchstaben eines Wortes in der Quersumme addieren. So bildet sich aus dem hebräischen „Neron Kesar“ (=Kaiser Nero), die Zahl 666. Einige Gelehrte sind der Ansicht, dass es sich um einen Fehler in den Aufzeichnungen handelt, und die Zahl des Tieres „616“ lauten müsse. Kurioserweise wird auch dann auf „Nero“ hingewiesen, dann allerdings in der lateinischen Schreibweise. Somit wird Johannes mit seinen Visionen und Botschaften zu einem frühen Vertreter der Kryptografie – der Wissenschaft der Verschlüsselung. Doch wenn die Sache wirklich so eindeutig ist, worin besteht dann die Täuschung des „Bösen“?
Die Bedeutung der Zahl 666 in der Gegenwart
Das Damoklesschwert, welches über einem Übersetzer schwebt, trägt eine verhängnisvolle Inschrift. Sie lautet – Interpretation! So kann die Botschaft von Johannes auch lauten: „… wer Verstand hat, der ERKENNE die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechzig und sechs.“ Dieses eine aber feine Wort lenkt den Fokus nicht auf die ZAHL, sondern auf die Erkenntnis, dass es sich hier um einen MENSCHEN handelt. Die Botschaft des Johannes zielte zu jener Zeit zwar auf Nero, doch der tiefere Sinn besteht in der Mahnung zur Vorsicht, dass der Mensch auch das Böse in sich trägt. Diese schonungslose Entlarvung behagt dem Meister der Täuschung natürlich überhaupt nicht. So lässt er nichts unversucht, von dieser wichtigen Tatsache abzulenken. Das geht so weit, dass wir auf der Tiara des Papstes die Inschrift VICARIVS FILII DEI lesen und durch die chronografische Zählweise die Zahl 666 erkennen sollen. Dabei handelt es sich um einen Rechenfehler, denn nach lateinischen Additions- und Subtraktionsregeln gilt: VIC = 100-(5+1)= 94, IV = 5-1=4, ILII= 52-1=51, D=500, I=1 und das ergibt 650! Solche Beispiele gibt es viele, z. B. mit Hitler. Sie lenken davon ab, dass es nicht um den Zahlenwert, sondern die Symbolkraft geht. So ist jede mühsame Interpretation, die Zahl 666 betreffend, vom Zufall bestimmt, wie auch dieser Text, der 666 Worte umfasst.
By STREGATO • Aberglaube, Allgemein, Esoterik, Zahlenmagie • Tags: 666 die Zahl des Bösen, 666 Teufel, 666 Teufel Bedeutung, 666 Teufel Bibel, 666 Teufelszeichen, 666 teuflische Zahl, 666 Zahl des Satans, Angst vor der Zahl 666, Die Zahl 666 Satanismus, Die Zahl Sechshundertsechsundsechzig, Ist die 666 eine böse Zahl, Magische Zahl 666, Mystische Zahl 666, satanische Zahl 666, Symbolik der Zahl 666, Von der Zahl 666 verfolgt, Was bedeutet die Zahl Zahl 666, Was hat es mit der Zahl 666 auf sich, Zahl 666, Zahl 666 Bedeutung, Zahl 666 Hitler, Zahl 666 in der Bibel, Zahl 666 Offenbarung, Zahl 666 Teufelszahl